Kirsch, Most und
Bränz rund
um Zugersee und Rigi

Kirschgewerbe

Kirschenkultur rund um
Zugersee und Rigi

Kirsch, Most und Bränz

Das Kirschgewerbe am Zugersee und rund um die Rigi hat eine lange und wechselhafte Geschichte. Zuerst waren es einfache Brennereien auf den Bauernhöfen, die qualitativ gute Kirschwasser herstellten. Im 19. Jahrhundert folgte die Professionalisierung des Brennereigewerbes, zu der auch Personen beitrugen, die nicht direkt mit der Landwirtschaft verbunden waren. Quereinsteiger belebten die Szene. Die Kirschwasser der Region waren sehr gefragt und wurden zum gefeierten Produkt. Das führte zu einer raschen Internationalisierung der Branche, die sich in der Folge zu einem tragenden Wirtschaftszweig der Region entwickelte. Die Anbieter reagierten darauf und diversifizierten mit weiteren Kirschprodukten oder engagierten sich im Getränkehandel. Die Weltkriege und die wirtschaftlichen Krisen trafen aber auch das einheimische Kirschgewerbe, das unterschiedlich geschickt damit umgehen konnte. Einzelne Betriebe verschwanden von der Bildfläche, andere entwickelten sich weiter oder schlossen sich zusammen. Die Kirschwasserbranche in der Region Zug und Rigi zeigte sich in den letzten 200 Jahren als flexibler, anpassungsfähiger Wirtschaftsbereich.

 

Willkommen auf der Website zur Geschichte des Kirschgewerbes in den Kantonen Zug (Baar, Cham, Hünenberg, Menzingen, Neuheim, Oberägeri, Risch, Steinhausen, Unterägeri, Walchwil, Zug), Schwyz (Arth, Gersau, Ingenbohl, Küssnacht, Lauerz, Sattel, Schwyz, Steinen, Steinerberg) und Luzern (Adligenswil, Greppen, Meggen, Meierskappel, Udligenswil, Vitznau, Weggis).

 

Sämtliche Inhalte (Texte und Bilder) dieser Website sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung kopiert und weiterverwendet werden. Ueli Kleeb / DNS-Transport GmbH Zug © 2022.

Quellen

Literatur: Kleeb Ueli / Lötscher Caroline, CHRIESI, Kirschenkultur rund um Zugersee und Rigi, Zug, 2017, www.chriesi.ch. Texte auf Seiten 455–559 zum Kirschgewerbe 1–45 von Ueli Kleeb & Michael van Orsouw.

[Abb. 0939] Brennerei im Kirsch-Depot der «Kirschwasser-Gesellschaft in Zug und Oberägeri» an der Aegeristrasse 40 in Zug, 1918–1931.

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[Abb. 0384] Reife Chriesi, um 1950.

[Abb. 0948] Älteste erhalten gebliebene Kirschflasche einer Zuger Bauernbren­nerei vom «Chämleten» in Hünenberg, 1885.

[Abb. 0731] Älteste erhalten gebliebene Kirschflasche mit Originalabfüllung einer gewerblichen Brennerei in der Stadt Zug, 1885.

[Abb. 0421] Innerschweizer Kirschenverkäuferin an der Axenstrasse, um 1920.

[Abb. 0767] Fahrbare Störbrennerei mit Dampfkessel in Küssnacht am Rigi, ab 1908.

[Abb. 0173] Bäuerliche Mosterei in Buonas, 1. Hälfte 20. Jahrhundert.

[Abb. 0339] Kirschbrennerei mit Holzfeuerung im Freien, 1. Hälte 20. Jahrhundert.

[Abb. 0301] Chriesnergruppe im «Spitzibüel» am Rossberg oberhalb von Arth, 1930er-Jahre.

[Abb. neu] Die Destillateure Hans Etter und Gabriel Galliker-Etter
in ihrem Kirschlager in Zug, 2016
(Foto: Andri Pol). Mehr erfahren: Kirschgewerbe 18.

[Abb. neu] Thomas und Cordula Heiner in ihrer neuen Brennerei beim «Zurlaubenhof» in Zug, 2021. Mehr erfahren: Kirschgewerbe 40.

[Abb. neu] Der Zuger Kirschdestillateur Claude Weiss in seiner Brennerei in Cham, 2020. Mehr erfahren: Kirschgewerbe 5.

 
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Quellen

Bildarchiv: PA UK, Privatarchiv Ueli Kleeb Zug.

 

[Abb. 0939] LBBZ, Landwirtschaftliches Bildungs- und Beratungszentrum Cham; [Abb. 0384] SOV, Schweizer Obstverband Zug; [Abb. 0948] PA EH, Privatarchiv Ernst Hildebrand Hünenberg; [Abb. 0731] PA FW, Privatarchiv Fritz Weber Oberwil; [Abb. 0421] StA UR, Staatsarchiv Uri  Michael Aschwanden Flüelen; [Abb. 0767] FA DH, Firmenarchiv Dorly Hunkeler-Amstutz Merlischachen; [Abb. 0173] SOV, Schweizer Obstverband Zug; [Abb. 0339] EAV, Eidgenössische Alkoholverwaltung Bern; [Abb. 0301] PA MUW, Privatarchiv Monika und Urs Weber Arth; [Abb. neu] PA UK, Privatarchiv Ueli Kleeb Zug; [Abb. neu] ZZ, Archiv Zuger Zeitung Zug; [Abb. neu] AOP-IGP, Archiv AOP-IGP Bern.